wasser frankreich

Wasser ist nicht gleich Wasser

In Frankreich trinkt man Wein. Und das ist nicht nur ein Klischee. 44 Liter Wein trank ein Franzose im Jahr 2014 im Schnitt. In Deutschland wurden dagegen nur 24 Liter pro Person getrunken. Der Konsum von Wasser ist jedoch in beiden Ländern sehr ähnlich. Volvic, Vittel, Evian und Co. sind sowohl bei den Franzosen als auch bei den Deutschen sehr beliebt.

Trinkwasserqualität in Deutschland

2013 wurden in Deutschland 167 Liter Wasser pro Person konsumiert. Am liebsten trinkt man hierzulande das Sprudelwasser aus der Region. Es schmeckt dank der Kohlensäure frischer. Fraglich ist jedoch, ob dieses Wasser auch gut für die Gesundheit ist. Vor allem die enthaltenen Mineralien sind dabei interessant.

Das Leitungswasser hat in Deutschland eine gute Qualität. Aber Eisen, Chlore und Fluor können in dem Wasser enthalten sein. Die Qualität des Leitungswassers ist nicht abhängig von der Wasserqualität an sich, aber vom Rohrleitungssystem, das alt sein kann und diese Partikel an das Wasser abgeben kann.

Ist Mineralwasser gesünder?

Die Frage ist dann doch, ob es nicht gesünder ist, Mineralwasser einzukaufen?
Das Mineralwasser kommt aus einer Quelle und wird nicht in der Leitung transportiert. Deswegen ist das ein relatives sauberes Wasser beziehungsweise ohne Verschmutzungen wie Pestizide.

Es geht auch um den Inhalt, der auf dem Flaschenetikett geschrieben steht: Calcium, Magnesium, Natrium. Diese Inhaltsstoffe sind zum Beispiel für Sportler sehr gut oder für eine Diät, aber wie man auf Französisch gern sagt: „Il ne faut pas abuser des bonnes choses“ (dt.: Wie für alle guten Dinge gilt: Alles hat ein Maß).

Link-Tipp: Auf mon-comparateur.fr finden Sie eine Übersicht aller Mineralien, die im Wasser enthalten sind und wie sie auf den Körper wirken.

Naturheilpraktiker raten, weniger mineralisiertes Wasser zu trinken. Es kann den Milchzähnen oder der Verdauung schaden. Außerdem ist es die Aufgabe des Wassers Toxine zu transportieren und zu entsorgen, und den Zellen verfügbare Energie zu bringen. Je leichter, desto besser.

PET-Flasche oder Glasflasche ?

Während man in Frankreich noch von den Umweltschäden durch die Produktion und den Gebrauch von Plastikflaschen spricht, wurde schon in Deutschland bereits das Pfand eingeführt, um den Flaschenmüll zu vermeiden. Aber ist das alles? Zwar ist es wahrscheinlich gesünder Mineralwasser zu trinken, aber dann am besten aus der Glasflasche. Tiere trinken sogar am liebsten aus der Glasflasche. Martin Wagner, Toxikologe an der Goethe Universität Frankfurt, untersucht die chemischen Rückstände im Wasser. Er hat entdeckt, dass bestimmte Stoffe der PET-Flasche ähnlich wie Hormone im Körper wirken.

Deshalb muss man auf ein Paar Dinge achten, wenn man sich für Plastikflaschen entscheidet:

  •  Die Plastikflasche möglichst nicht in die Sonne stellen.
  • Kein Wasser aus ungekennzeichneten Flaschen trinken.
  • Die Flasche entsorgen, wenn das Wasser nach Plastik schmeckt.
  • Die PET Flasche nicht mehrfach benutzen, nicht wieder ausfüllen.

Abschließender Tipp: Ein teureres Wasser ist nicht unbedingt besser. Der Preis des Wassers kann immer auch von dem Marketing des Anbieters, dem Transport und der Nachfrage abhängig sein.

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